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Bahnhof SBB CFF FFS Genf-Cornavin

1200
Genève Cornavin / Genève
Schweiz
Stadt
Itten+Brechbühl SA


Bahnhof SBB CFF FFS Genf-Cornavin Umbau und Erweiterung

 

Ein Verkehrsknoten wird entknotet

Der Bahnhof Genf-Cornavin gehört mit einer Frequenz von täglich 40'000 Passagieren zu den grössten Bahnhöfen der Schweiz. Er ist ein Knotenpunkt des lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Verkehrs.

Der Komplex, der bis ins Jahr 1931 zurückreicht, wird jetzt für die heutigen und die zukünftigen Bedürfnissen ausgebaut. Dabei werden die Gebäude den Standards des RailCity-Konzepts der SBB angepasst. Kurz: Der Umbau schafft eine neue Identität – und eine neue Identifikation. Genf-Cornavin soll ein attraktiver, heller und komfortabler Treffpunkt werden.

 

Klärung und Begradigung der Strukturen sind die Hauptziele der neuen, übersichtlichen Architektur, die stark mit Licht und Materialien arbeitet. Die Passagiere sollen sich wieder leicht und schnell orientieren können. Um das zu erreichen, befreit der Umbau den ganzen Baukörper schrittweise von sinn- und nutzlos gewordenen Um- und Anbauten und gestaltet ihn zu einer übersichtlichen Raumfolge um, selbstverständlich unter Berücksichtigung der denkmalgeschützten Substanz.

Dazu gehört die Schaffung von eindeutig ausgerichteten Passagierachsen von Nord nach Süd und von Ost nach West. Dazu gehört ebenso die Wiederherstellung und Aufwertung der Haupthalle. Eine neue Verbindungsmall zwischen Haupt- und Nebenhalle eröffnet den Zugang und die Sicht auf das Gleis 1.

 

Auf- und Ausgänge werden in allen Bereichen architektonisch und signaletisch übersichtlicher und ermöglichen so einen flüssigen Betrieb: Änderung des Zugangs zur Einkaufspassage Parking Cornavin, Schliessung des Treppenaufgangs zur Haupthalle, neuer Treppenaufgang von der Unterführung West, Neugestaltung der Ausgänge Richtung Passage de Montbrillant.

 

Im Stadtraum soll der erneuerte Bahnhof ebenfalls zur Klärung beitragen. Er bildet in diesem Stadtteil ein erkennbares Zentrum und bindet das südliche und das nördliche Quartier wieder zusammen, das bisher zu stark vom übrigen Stadtraum abgetrennt war.

 

Auftraggeber Schweizerische Bundesbahnen SBB Immobilien  

Architekten Itten+Brechbühl AG, GWJARCHITEKTUR AG  

Projektmanagement Tekhne Management SA  

Wettbewerb 1. Preis 2004  

Baubeginn 2010  

Inbetriebnahme 2013  

Geschossfläche 24 600 m2  

Bauvolumen 70 000 m3  

Visualisierungen Itten+Brechbühl AG  

Text Konrad Tobler, Bern